COGAS® Messungen

 
Minderwertige Binderqualität, eine unzureichende Durchmischung der Rohstoffe zur Sandkernherstellung oder eine falsche Lagerung können die Qualität der Sandkerne und somit der Gussteile beeinflussen.

Mittels der COGAS®-Messung können minderwertige Sandkern-Chargen identifiziert und vor der Einbringung in den Produktionsprozess ausgesondert werden. Eine Ausschussquote, die auf stark kondensat- oder gashaltige Sandkerne zurück zu führen ist, kann somit reduziert werden.

Für guten, porenfreien Guss ist das Wissen um den zeitlichen Anfall an Gasen aus den Kernmaterialien von entscheidender Bedeutung für eine günstige Auslegung der Entlüftungen und die Wahl der sinnvollen Sand-Binder-Mischung. Die COGAS® ermöglicht eine messtechnische Simulation des Gussvorgangs bei der ein Testkern von der Größe von ca. 23 x 23 x 30 mm vollständig von Al-Schmelze umschlossen wird. Der Sandkern wird durch die Schmelze erhitzt und das durch den Binderzerfall entstehende Gas wird über ein Messrohr aufgefangen und die mit fortschreitendem Zerfall zeitlich entstehende Gasmenge bestimmt. Dabei kann gleichzeitig über eine Kondensatfalle das ausgeschiedene Kondensat nachträglich gewogen und analysiert werden. Für Standardmessungen wird eine Normprüfkörpergeometrie angeboten, aber auch Stücke aus realen Produktionskernen können zur Prozesskontrolle geprüft werden. So lassen sich Einflüsse auf den Produktionsprozess von Sandkernen hinsichtlich der Bindermenge, der Binderart, des Bindertyps, der Mischungsqualität, der Schussparameter und der Lagerungsbedingungen bestimmen. Nachdem die optimalen Produktionsparameter ermittelt wurden, kann bei Abweichungen durch eine schnelle produktionsnahe Messmethode eine Prozesskontrolle erfolgen.